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 Anwendungsbeispiel für eine Mediation in Köln 

 

Fallbeispiel: Mediation in der Familie

Streitigkeiten kommen in den besten Familien vor. Im Sinne der Kinder ist es jedoch – gerade in Scheidungsfällen – dringend notwendig, einen (Rosen)-Krieg zu verhindern. Eine Mediation in der Familie kann Wege aus der Krise aufzeigen.

 

Fallbeispiel für eine Familienmediation: Ausgangssituation
Herr und Frau W. sind seit 14 Jahren zusammen, seit 8 Jahren verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter: Emily ist acht Jahre, die jüngere Tochter sechs Jahre alt. Herr W. bekleidet eine gute Position im öffentlichen Dienst. Seine Arbeit bedeutet ihm viel; zu Hause spricht er jedoch kaum über den Job. Ein strukturierter Tagesablauf mit klaren Regelungen macht für ihn einen gelungenen Tag aus. Frau W. hat nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau nur kurze Zeit gearbeitet. In den letzten Jahren war sie vor allem für ihre Töchter da. Sie hat depressive Züge und empfindet wenig Leichtigkeit und Lebensfreude. Sie bemerkt, dass in ihrem Leben „etwas nicht stimmt“.

Fallbeispiel für eine Familienmediation: Konfliktfelder
Als aus dem Paar eine Familie wurde, haben die Eltern Fragen wie „Wie möchten wir als Familie zusammenleben?“ oder „Was sind unsere Ziele bei der Erziehung?“ nie miteinander besprochen. Sie agieren nach dem Zufallsprinzip. Oft kommt es zu Missverständnissen; sie schreien sich und die Kinder häufig an. Die Töchter zeigen ihren Unmut, indem sie sich den Eltern immer häufiger widersetzen. Das vergrößert die Anspannung, das Schreien und die Hilflosigkeit noch mehr.
 

In einer Situation weiß Herr W. sich schließlich nicht mehr zu helfen. Es kommt zu Schlägen gegenüber seiner ältesten Tochter. Die Streitigkeiten zwischen den Eheleuten eskalieren nun noch mehr.

Sie nehmen eine Erziehungsberatung in Anspruch, um herauszufinden, welches Hilfsangebot ihnen in dieser Situation helfen könnte. Zunächst entscheiden sie sich für eine Mediation in der Familie, um die Streitpunkte herauszuarbeiten und einen Weg aus dem Konflikt zu finden.
 

Fallbeispiel für eine Familienmediation: Klären von Themen, Interessen und Bedürfnissen
In der Mediation innerhalb der Familie werden zunächst die wichtigen Themen herausgearbeitet. Es zeigt sich, dass auch die Eltern von Herrn W. eine wichtige Rolle spielen. Diese kommen immer wieder für mehrere Tage zu Besuch und greifen dann in die Erziehung der Eltern ein. Beide Eltern sind damit unzufrieden, haben dies jedoch nie miteinander besprochen. Beide wünschen sich, den Großeltern Grenzen zu setzen. Frau W. würde sich über mehr gemeinsame Zeit mit ihrem Ehemann freuen – zu oft musste die Paarbeziehung zugunsten der Erziehung und des Familienlebens in den Hintergrund treten. Die Ziele und Wünsche für Familie und Partnerschaft sind nie auf den Tisch gekommen. Gleichzeitig haben beide Eltern jeweils so unterschiedliche Erziehungsstile kennen gelernt, dass das Finden einer gemeinsamen Linie im schnelllebigen Alltag nicht möglich scheint. Klar wird, dass sich beide Partner wünschen, mehr voneinander zu erfahren und mehr Zeit für den gegenseitigen Austausch zu finden.

 

Fallbeispiel Familienmediation: Lösungsansätze

Die Eltern überlegen, wer sich als Babysitter eignet. Sie möchten die Kinder langsam daran gewöhnen, eine Zeit lang mit einem Babysitter alleine zu sein. So gewinnen sie Zeit für gegenseitigen Austausch und gemeinsame, schöne Unternehmungen als Paar.
 

Abends erfolgt ein regelmäßiger 10-minütiger Austausch, um sich gegenseitig zuzuhören und den Tag gemeinsam Revue passieren zu lassen.  Dadurch können sie sich gegenseitig besser in der Erziehung unterstützen und die Konflikte gewaltfrei lösen.
 

Mit Klarheit und einer gemeinsamen Linie bei der Erziehung schaffen Frau und Herr W. es, den Großeltern bei ihren Besuchen Grenzen zu setzen und ihrem eigenen Erziehungsstil treu zu bleiben.

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