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Meinen Standpunkt in Konflikten klar und deutlich vertreten

Aktualisiert: 27. Nov. 2023

Innere Klarheit und einen sicheren Standpunkt in Konflikten schaffen


Du kennst das: Jemand hat eine andere Meinung in einer Diskussion und du möchtest dich behaupten, aber dir fehlen die passenden Worte.

Um deinen eigenen Standpunkt in Konflikten vertreten zu können, braucht es erstmal innere Klarheit.


Lies selbst, wie du diese innere Klarheit gewinnst und nach außen transportieren kannst.


Das erfährst du im Artikel:

Stabilität kann man üben

Wenn das Innere nicht zum Äußeren passt

Was kann ich tun für innere Klarheit?

Klare Kommunikation muss nicht hart sein

Allgemeine Tipps für den Umgang im Alltag Den Körper für Konfliktsituationen trainieren Gewinne innere Stabilität um deinen Standpunkt deutlich zu vertreten!


Martina Kohrn Innere Klarheit und Stabilität

Stabilität in Konflikten kann man üben


Verschiedene Faktoren spielen bei der inneren Stabilität eine Rolle - so können alte Glaubenssätze Unsicherheit auslösen.

  • Vielleicht fällt dir das Nein sagen schwer?

  • Du möchtest lieber gemocht werden, als jemandem deine Meinung zu präsentieren?

  • Oder bist du dir eigentlich gar nicht so sicher, was du sagen möchtest und dann wird auch noch deine Stimme zittrig?

Ganz schön viel Durcheinander.

Glaubenssätze überwinden, Nein sagen und innere Klarheit - ist das eigentlich möglich? Dazu habe ich mich mit Sabrina Adams, Expertin für Kommunikation und Stimme, getroffen und darüber unterhalten, wie du all diese Themen bearbeiten kannst um klar deinen Standpunkt in Konflikten repräsentieren zu können.


In diesem Blog-Artikel findest du einige Auszüge aus dem Gespräch mit Informationen zu Alltagstipps für Stimme und innere Stärke, spannenden kommunikativen Techniken, den verschiedenen Kommunikationsebenen und den typischen Herausforderungen, die wir alle immer wieder in Konfliktsituationen haben.



Wenn das Innere nicht zum Äußeren passt


Es gibt verschiede Situationen, die wir erleben und die dazu führen können, dass es uns schwer fällt unseren Standpunkt in Konflikten zu vertreten.

Wir möchten von Anderen gemocht werden, es ist uns wichtig, was Andere über uns denken und ständig diese Sorge, dass man negativ bewertet wird. Ich denke, das kennen wir alle und leider ist das immer wieder der Hauptgrund, warum wir es nicht schaffen unseren Standpunkt klar und deutlich zu vertreten.

Geht es in einer Diskussion heiß her, bekommt man Gegenwind und Worte und Körpersprache können unterschiedliche Signale und Emotionen senden. Das führt zu Unsicherheit in mir, aber auch bei meinem Gegenüber und mein Standpunkt wird nicht deutlich. Das kommt daher, dass mein Inneres nicht mit dem Gesagten übereinstimmt.

Genauso kann es auch sein, dass ich innerlich selbstbewusst bin und genau weiß, was meine Meinung ist und trotzdem bin ich nicht in der Lage bin, es so auszudrücken. Das heißt, die Stimme kann und auch die Worte und die Körpersprache was anderes signalisieren, als wir uns im Inneren fühlen.

Deshalb sind eben beide Aspekte wichtig - Wie fühle ich mich im Inneren, wie kommuniziere ich und wie transportiere ich meine Meinung nach Außen?



Was kann ich tun für innere Klarheit?


Das Wichtigste ist, dass du dich nicht mit dem konkreten Inhalt der Worte und der Wortwahl aufhälst, das ist der zweite Schritt. Viel wichtiger ist es, dein Warum zu kennen.

  • Was ist meine Meinung?

  • Warum habe ich diese Meinung?

  • Was ist meine Intention etwas anzusprechen?

  • Was will ich bei meinem Gegenüber auslösen und bewirken?

„Aus Prinzip“ kann übrigens auch ein Grund sein, aber ich muss dabei die Klarheit haben, dass ich es möchte, weil es z.B. meinen Werten entspricht und ich dabei auch bewusst das Risiko eingehe, Gegenwind zu bekommen.

Wenn ich innerlich damit klar bin, kann ich gestärkt damit nach Außen gehen und auch passend kommunizieren.



Klare Kommunikation muss nicht hart sein


Ich muss also meine Bedürfnisse kennen und diese dann auch transportieren. Dann komme ich auch leichter auf den Punkt. Am besten startest du das Gespräch direkt damit. Sabrina empfiehlt klar, dass du erstmal das los wirst, was du wirklich sagen möchtest. Auch wenn oder genau weil das am Schwersten fällt. Und du solltest unbedingt sogenannte „Weichmacher“ weglassen.


Leichter wäre es natürlich erstmal mit „Also ich will dir nicht zu nahe treten“ oder „versteh mich nicht falsch“, „es fällt mir nicht leicht“ oder „ursprünglich bin ich ja auch der Meinung gewesen etc.“ zu starten. Wir wollen gemocht werden, aber deine Worte brauchen Klarheit.


„Weichmacher“ sind für eine freundliche Kommunikation nötig? Das ist ein Irrglaube. Freundlichkeit kann ich auch durch Stimme und Körpersprache ausgedrücken, hier braucht es keine inhaltlichen Floskeln. Was ich zu meinem Standpunkt zusätzlich reinbringen möchte, wird auf anderer Ebene transportiert.

Sprich, ohne innere Klarheit kann es schnell passieren dass du um den heißen Brei herumredest und das hilft niemanden. Also raus damit und, falls nötig, Erklärungen im Nachhinein hinzufügen.



Allgemeine Tipps für den Umgang im Alltag


Wie bereits angedeutet ist das Wichtigste um deinen Standpunkt in Konflikten gut vertreten zu können, dir deiner Gedanken, Emotionen und Werte bewusst zu sein:

Was ist meine Absicht?

Wie soll die Person sich fühlen? Was soll die Person fühlen? Dann muss ich mich selbst in diese Emotion rein fühlen und vermittle das auf allen Ebenen.

Meinen Standpunkt zu vertreten heißt nicht einen Kampf führen, sondern Sicherheit ausstrahlen und mich dabei auch gut zu fühlen.

Natürlich ist das Übungssache und mit der Zeit kannst du das schneller abrufen und brauchst weniger Vorlauf. Schließlich hast du selten Zeit, lange in dich rein zu fühlen und musst oft direkt reagieren. Wenn du dich und deine Werte gut kennst, kannst du leicht ein bestimmtes Gefühl aktivieren, um deinen Standpunkt auch in aufreibenden Situationen souverän zu vertreten.


Dafür macht es Sinn jede - auch einfache - Kommunikation als Übung zu nutzen und immer ehrlich zu deiner Meinung zu stehen und diese entsprechend zu kommunizieren. Konflikte entstehen schließlich durch unehrlich und falsche Kommunikation und können so womöglich direkt verhindert werden.



Den Körper für Konfliktsituationen trainieren


Hast du das Gefühl, dass in einer Konfliktsituation deine Stimme zittrig ist, hilft es für eine Entspannung im ganzen Körper zu sorgen. Ein toller Tipp von Sabrina: Den Bauch loslassen. Achte mal darauf: Wenn wir angespannt sind, halten wir den Bauch fest, ziehen ihn ein und werden dadurch kurzatmig. Auch immer mal tief ein- und ausatmen und die Schultern entspannten und loszulassen hilft, dass die Atmung sich beruhigt und dadurch auch die Stimme tiefer, stabiler und entspannter wird.


Schon vorab kannst du durch Entspannungsübungen wie Kaubewegungen oder Lippen flattern deine Stimme auf das lange Reden vorbereiten, was zum Beispiel bei Präsentationen sinnvoll ist. Für einen souveränen Aufritt hilft es außerdem, dir für die jeweilige Situation vorzustellen, wie deine Stimme einen ganzen Raum füllt. Oft denken wir hier zu klein, konzentrieren uns auf eine Person, das Mikrofon, oder den Computerbildschirm. Denkst du hier größer, führt das zu mehr Präsenz, Stabilität und einer stärkeren Stimme. Und dadurch fühlst du dich automatisch sicherer.



Gewinne innere Stabilität um deinen Standpunkt deutlich zu vertreten!


Kommunikation findet auf allen Ebenen statt - diese muss stimmig sein, um Glaubwürdigkeit auszustrahlen und sich Innen und Außen gut zu fühlen.

Wir können zusammenfassen: Innere Stabilität und ein sicherer Standpunkt sind erlernbar. Du kannst dir immer vor Augen führen: Worte, Stimme, Körpersprache gehören zusammen und jede Ebene kommuniziert mit deinem Gegenüber. Daher darfst du immer alles wahrnehmen und dir bewusst machen und alle diese Ebenen beachten. Nur dann kannst du damit arbeiten.

Kommunikation hängt immer mit deinem inneren Zustand zusammen. Was ist dein Warum? Welche Glaubenssätze spielen eine Rolle? Dein Inneres und Äußeres müssen stimmig sein, um deinen eigenen Standpunkt überzeugend rüber zu bringen.

Du möchtest tiefer in die Thematik einsteigen? Dann schau mal auf Sabrinas Website vorbei.


 
Martina Kohrn Konflikttrainerin

Hi, ich bin Martina Kohrn - Konflikt- und Resilienztrainerin für Fach- und Führungskräfte aus Jugendhilfe, Kita und Pflege.


☑ Sei sicherer in Konflikt- und Krisensituationen.

☑ Gestalte ein starkes und humorvolles Miteinander im Team.

☑ Sichere Dir praxisnahes Handwerkszeug für mehr Ruhe und Gelassenheit.





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